UteBales b

Erich Gerten im Trierischen Volksfreund

 


Lebendig und einfühlsam ist es beschrieben, das Leben des wandernden
Porzellanhändlers Peter Zirbes, der mit seinem dichterischen
Schaffen in der Zeit und Landschaft des 19. Jahrhunderts
um Gehör sucht, und den Glauben an sich selbst und seine Kunst,
auch in größter Vergeblichkeit, nicht verliert.
Vor dem Hintergrund ärmlichster Verhältnisse wird das Ringen
des Dichters und seiner Familie um das tägliche Brot geschildert,
aber auch die Auseinandersetzungen mit den intoleranten Dorfbewohnern.
Der Leser wird hineingezogen in weltgeschichtliche
Ereignisse und in die Realität des Eifeler Lebens. Zirbes selbst wird
zur greifbaren Gestalt, zu einem kritischen Betrachter der zeitpolitischen
Umstände.
Fesselnd beschreibt Ute Bales das Streben dieses ungewöhnlichen
Künstlers nach Anerkennung: einsam, verloren, unverstanden. Wie
nebenbei entfaltet sich ein Kaleidoskop jener Zeit mit Menschen
und Landschaften, Bedingungen und Geschicken.
Ein Roman mit Sogkraft. Einmal begonnen, wird man ihn sobald
nicht weglegen.

 

Erich Gerten

Trierischer Volksfreund